Willkommen in der IKEA Family!
Erstellt am 27.10.2005 von hh
Bei Gelegenheit werde ich mal nachschauen, wie viele Blog-Einträge es zum Thema IKEA eigentlich schon gibt. Da sich aber vermutlich die meisten um das Thema „was ich mir da tolles gekauft habe“ drehen, werde ich wohl nicht ins selbe Horn stoßen. Ich will eigentlich auf etwas anderes hinaus: Menschen, die bei IKEA kaufen, sind zwar nicht automatisch sympathisch, hingegen sind erklärte IKEA-Gegner fast immer ziemliche Nullen. Die Argumente dieser, sofern überhaupt vorhanden, reduzieren sich ja auf völlig antiquierte Vorstellungen. „Das sieht alles gleich aus“ zählt da zu den beliebtesten, ist jedoch seit Mitte der 80er so was von out, das kann denen nur von ihren Eltern eingetrichtert worden sein.
Gestern erst hatte ich das zweifelhafte Vergnügen, mit zwei Nicht-IKEA-Käufern beim abendlichen Bierchen zu sitzen. Lustig: Beide gekleidet wie im Abschlussjahrgang eines Schicki-Gymnasiums, und dann spielen beide auch noch Golf. Der „Sport“ ist auch so ein Ding: Genau wie IKEA-Kunden bei mir immer ein Stückchen weiter oben auf der Skala stehen, sinken Golfspieler im gleichen Masse. Das mag damit zusammenhängen, dass die meisten, die das tun, ziemliche Schnösel sind. Oder aber auch, dass ich von denen immer wieder höre, wie anstrengend doch ihr albernes 3D-Billard sei. Okay, wenn man den ganzen Tag hinterm Schreibtisch hockt, ist das vermutlich anstrengend. Außerdem halten sich Golfspieler immer für ein wenig besser. Das ist schon deshalb grotesk, weil man Golfschläger inzwischen auf bei Lidl bekommt. Willkommen in der Elite, das ich nicht lache.
Achja, bei der Gelegenheit: Menschen, die IKEA-Möbel nicht aufgebaut bekommen, denen sollte man auch keine Mietwagen ohne Vollkasko oder möglicherweise seine Kinder leihweise übergeben. Wer das nicht hinbekommt, dürfte zwei Stümpfe haben, denn selbst mit linken Händen bekommt man es noch gebacken. Also: Das öffentliche Zurschaustellen diverser RTL-Moderationsazubis, die keinen Billy auf die Beine bekommen, ist ein Armutszeugnis. Außer bei Küchen, die sind nicht so einfach. Aber der Rest ist ein Kündigungsgrund.
RFID - Willkommen, Innenminister
Erstellt am 26.10.2005 von hh
Okay, einige finden das alles ganz toll und fangen dann auch gleich an, es einem zu verkaufen: “Stell dir mal vor, du könntest immer sicher sein, dass dein Obst vom Bauernhof nebenan kommt, und ausserdem findest du immer am Flughafen deinen Koffer wieder.” Ich sag nur: Super, sowas lächerliches. Mein Obst kauf ich eh beim Bauern nebenan, und meinen Koffer finde ich auch wieder, weil kein anderer so eine abgewetzte Tasche auf dem Laufband hat.
Die erste Idee war sicherlich ganz toll: Man klebt ein kleines Etikett auf eine Schachtel, und schon ist die intelligent. Okay, nicht wirklich, sonst wären die Schulen auf der Welt nur noch da zum Etiketten-Aufkleben. Der Chips weiss zumindest, wer und was und woher er ist. Doch die Spinner gehen noch weiter: Jeder Apfel soll einen Chip-Aufkleber mit ID bekommen. Ich glaub, gleich hackts! Mag ja alles praktisch sein, aber in Zeiten biometrischer Ausweise, Bewegungsprofilen von Handys und kompletter Video-Überwachung ist es doch nur noch eine Frage der Zeit, bis man das aus Einfachheit auch auf Menschen überträgt. Klar, das klingt jetzt ein wenig nach Orwell, und das ist auch so gemeint.
Wenn die Menschen immer mehr ihrer Persönlichkeitsrechte auf den Schweiterhaufen der Industrie werfen, dann ist das nur eine logische Konsequenz. Die Frage ist nur, ob es wirklich Ergebnisse liefert, die das Leben sicherer machen. Bisher war das nicht der Fall. Und ich bezweifle, dass es wirklich die Sicherheit erhöht.
Stromberg mag ich nicht
Erstellt am 23.10.2005 von hhOkay, sicherlich ist der Mann ganz unterhaltsam. Klar, das mag der ganz normale Alltag bei Versicherungen sein, und sicherlich gibt es da den einen oder anderen Stromberg in der mittleren Führungsetage. Bestätigt ja nur das Dilbert-Prinzip, der Herr. Aber mögen muss man das dann ja auch nicht zwingend, oder? Ist irgendwie nicht ganz so meine Abteilung. Ganz ehrlich (Lebensbeichte an): Ich kann es nicht haben, wenn sich Leute in der Öffentlichkeit zum Horst machen. Oder eben, neudeutsch, zum Stromberg. (Lebensbeichte aus) Okay, die Sendung hat eine Menge Zuschauer. Aber ich bin wohl mal wieder bei Pro7 nicht die Zielgruppe. Vermutlich muss man erst mal ganz unten in der Hierarchie sitzen, um sowas lustig zu finden. Ich tu das aber nicht. Zapp, weg.
Die Leute haben zu viel Zeit
Erstellt am 21.10.2005 von hh
Die Überschrift ist schon wieder gemein. Natürlich muss jeder Mensch einem geistigen Ausgleich frönen, und die Arbeit mit Photoshop ist vermutlich noch eine der zivileren und ungefährlichen Arten des Zeitvertreibs. Aber hier gibt es Tierfetisch-Bilder der ganz besonderen Art, bei denen man sich dann doch fragen muss, ob es nicht langsam Zeit wird, dass dieser Planet von einer wirklich intelligenten Zivilisation gesprengt wird. Vermutlich dienen derartige Bilder auch noch irgendwem zum …., ach nee, das schreib ich jetzt nicht.
Gute Tat des Tages…
Erstellt am 21.10.2005 von hh…ist es heute (oder aber auch morgen resp. gestern, je nachdem halt, eigentlich auch Wurscht!), die überaus sympathisch bloggende Fishcat heute (oder aber auch morgen resp. gestern blablabla) mal nach ganz oben zu pushen für ihr Gedicht “mit elfenworten.”. Warum sie jedoch so scharf ist auf das o.b.® Designboxen Gewinnpaket für kreative Köpfe, kann ich nicht sagen, vielleicht gehts auch mal wieder ums Prinzip. Und das wäre ja auch schon mal was, gelle?
“Was das alles kann…”
Erstellt am 21.10.2005 von hh…wunderte sich kürzlich ein aber auch gar nicht Handy-affiner Bekannter von mir über mein Mobiltelefon. “Musik hören (übrigens mit ziemlich mittelmässiger Qualität), Bilder machen (auch nur Mittelmaß), Emailen und Telefonieren, das ist doch alles alter Kram”, wagte ich zu kontern. “Heute hat man Fernsehen auf dem Handy!”, so meine gemeine Antwort, weiss ich doch, dass der das eh frühestens in zehn Jahren haben wird, wenn es mobile-TV auch für Prepaid-Karten gibt.
Aber was taugt das ganze Zeug? Mit Verlaub: Gar nix! Mit einem normalen Handydisplay kann man zwar ahnen, was da im TV passiert, aber Spaß ist das auch nicht. Außerdem übertragen die deutschen Anbieter eh nur diesen Lisa-Plenske-Müll, und dafür kauf ich mir doch kein UMTS-Handy. Mit den integrierten MP3-Playern schaut das nicht besser aus: Die haben zwar meist einen erweiterbaren Speicher, aber der Klang? Ganz im Ernst: Wer das gut findet, der fährt auch Lada. Ja, bitte, nennt mich Technikfeind! Ich hab ja nur zwei Notebooks, drei Handys und einen iPod. Aber, liebe Nokia-Sony-Ericsson-Siemens-Samsungs, das muss noch besser werden, sonst kauf ich nix davon! Bätsch!
Dat prickelt auf die Zunge
Erstellt am 20.10.2005 von hilflos
Das Koks der Kinder wird 80 Jahre alt: Die Ahoi-Brause. Lecker. Gab’s das auch im Osten? Da kann man nur gratulieren. Ist Ahoi eigentlich Kult? Oder werden Ahoi-T-Shirts mittlerweile nur von langweiligen Pädagogik-Studenten getragen. Aber egal! Da Zeug rockt…
Als Kinder haben wir in Mutters Küche immer Raketen aus mit dem Treibsatz dieses Pulvers gebastelt. Was für eine Sauerei! Einfach Wasser in eine Filmdose geben. Anschließend Pulver reinschütten. Schnell den Deckel drauf und die Plastik-Dose mit dem Kopf auf den Tisch stellen. Kleiner Tipp: Wenn man den Deckel nicht nur einfach aufsetzt, sondern mit Uhu ein wenig mehr fixiert, dann kann das ganz schön laut werden!
Und wenn man weiß, was so in der Brause alles drin ist, dann „guten Appetit“:
Brausepulver ist eine pulvrige Mischung aus Zucker, Säure (Wein- oder Zitronensäure) und Natriumhydrogencarbonat, hinzu kommen Aromen und Farbstoffe. Beim Auflösen in Wasser brausen die Brausepulver stark auf, da die organischen Säuren aus Natriumhydrogencarbonat Kohlendioxid entwickeln: die feste organische Säure HA reagiert mit dem Anion des Natriumhydrogencarbonats in einer Säure/Base-Reaktion zu Kohlensäure, diese zerfällt in einem zweiten Schritt zu Kohlendioxid und Wasser. Das Verhältnis ist so zusammengestellt, dass nach erfolgter Reaktion im Wasser am Ende ein Säureüberschuss verbleibt. Dadurch wird das Auftreten von laugigem Carbonatgeschmack vermieden. Bei den Aromen handelt es sich um keine Feststoffe. Warum aber ist das Brausepulver in fester Form erhältlich? Die Aromastoffe werden von Lactosekörnchen adsorbiert!
Meine Lieblings-Geschmack-Richtung: Himbeere.
Das ist ein Bond?
Erstellt am 16.10.2005 von hh
Das kann ja wohl nicht deren Ernst sein: Daniel Craig ist der neue James Bond? Ich bin enttäuscht. Wir Männer brauchen einen Bond. Einen, der uns zeigt, wohin wir im jeweiligen Jahrzehnt gehören möchten. Das war perfekt mit Sean Connery in den Fünfzigern und Sechzigern, und auch danach hätte es auch immer noch gut funktioniert. George Lazenby war übrigens auch gut, vielleicht der unterschätzsteste von allen. Über Roger Moore und Timothy Dalton können wir uns gerne streiten, auch wenn der letztere so schön Eighties waren.
Und dann kam der Überbond: Pierce Brosnan. Der einzige Mann, der mit einem Handy im Bett liegen konnte, und dabei nicht doof sondern sexy aussah. Naja, das war dann wohl einmal. Aber Daniel Craig? Woher soll ich den denn kennen? Zwar steht bei Bond.de, er sei bekannt aus Filmen wie “Tomb Raider”, “Road To Perdition”, “Layer Cake” und neuerdings Steven Spielberg’s “Munich”. Aber bitte, was ist denn das für eine Qualifikation? Aber angucken werde ihn natürlich trotzdem. Was bleibt mir über?
Der ruhmreihe SVW live in Hongkong …
Erstellt am 15.10.2005 von vorzeigestudentMein erster Beitrag und schon eine Neuheit: Uschis Sushibar live aus Hongkong (danke für den schnellen “Aufstieg”, Tim !) Im Rahmen einer “Geschäftsreise” bin ich gerade auf der anderen Seite der Erdkugel und habe gerade die Vorzüge der Technik von heute mal wieder neu zu schätzen gelernt. In der Heimat spielt der Verein meines Vertrauens und dank den Segen des Internets bin ich LIVE dabei, während der Club mit 6:2 nach Hause geschickt wird und damit die TABELLENFÜHRUNG übernommen wurde ! Ich war noch nie so weit weg und trotzdem so nah
Das einzig schlechte an der ganzen Sache ist die Zeitverschiebung, hier ist es schon etwas später und ich kann den Sieg leider nicht ausreichend “begiessen”, weil morgen wieder Messe ist!
In diesem Sinne, GUTE NACHT !
Kiffen macht schlau!
Erstellt am 14.10.2005 von hh
Ich hör noch die Geschichten, die man uns früher erzählt hat: “Kiffen macht doof und impotent” hiess es damals. Das war vermutlich auch der Grund, warum der Herr Clinton nie wirklich inhaliert hat. Und vermutlich denkt man das noch immer in Kreisen der CDU und der bayerischen Polizei. Die verfolgt einen ja schon, wenn man nur so aussieht, als könnte man möglicherweise mal inhaliert haben. Tja, das sind alles Geschichten von gestern. Denn nun macht eine lustige kleine Studie die ganze Panikmache zunichte, die nämlich belegt, das Kiffen sogar neue Gehirnzellen schafft:
Bei Säugetieren werden im Hippokampus permanent neue Nervenzellen produziert. Dieser Bereich des Gehirns wird mit Lernen, Gedächtnis, Angstgefühlen und Depressionen in Verbindung gebracht. Andere Freizeitdrogen wie Alkohol, Nikotin oder Kokain hemmen das Wachstum dieser Zellen. Das Team um Xia Zhang untersuchte die Auswirkungen des synthetischen Cannabinoids HU210 auf die Gehirne von Ratten. Es zeigte sich, dass HU210 in hohen Dosierungen zwei Mal täglich für die Dauer von zehn Tagen verabreicht, die Bildung von Nervenzellen, die Neurogenese, um rund 40 Prozent erhöhte.
Also, das sind doch mal beruhigende Nachrichten, nicht wahr? Nicht, dass wir daraus irgendwelche Konsequenzen ableiten wollen, nichts läge uns ferner. Sonst steht gleich der Schily vor der Tür, und das, obwohl ich meine Quellen offengelegt habe. Oder ich darf nicht mehr nach Bayern einreisen. Okay, es gäbe schlimmeres.