Als ich meine Bank abwickelte
Erstellt am 30.09.2005 von yannickIm Grunde haben Sie ja recht. Ja, ich gebe es zu, ich bin ein schlechter Kunde. Gewesen. Oder wie sonst darf man jemanden nennen, der es sich erdreistet, bei seiner Bank ein Konto ohne regelmäßige Einkünfte zu führen. Zugegeben im Plus - aber jahrelang? Gut, es war sozusagen mein “Zweitkonto” - daher die unregelmäßigen Zahlungseingänge (”Ausrede!” ruft da der Banker in mir). Ein Kunde im Haben ohne Einkünfte - ein Paradoxon des schnöden Mammons, quasi ein Geldparasit, der wohmöglich eines Tages Zinsen fordern könnte! Also ersann man sich einen wunderbaren Plan und stellte dem Schmarotzer (also mir) eine Falle und nannte sie Dispo-Kredit. 1.500 € Kreditrahmen lächelten mir von da an von jedem Kontoauszug entgegen.
Und in diesem Monat schnappte sie zu, diese heimtückische und scharfsinnig erdachte Falle. Im Urlaub zahlte ich den Mietwagen über dieses Konto und es geschah das Unvermeidliche. Mein Konto rutschte unter die schwarze Null, so dass ein Fehlbetrag von 219 € zu beklagen war. Und genau jetzt hatten sie mich da, wo sie mich haben wollten. Ich war ihnen ausgeliefert. Die schlechte Botschaft überbrachte der Postbote. In einem eher unfreundlichen Schreiben teilte man mir sinngemäß mit, dass das mit Dispo haben und dem Dispo in Anspruch nehmen so eine Sache sei und dass das doch eigentlich nicht so gemeint sei, dass ich damit nun ins Minus dürfte und überhaupt wolle man doch das Geld schnell zurück - wo käme man dahin, wenn jeder einfach mal so seinen Dispo in Anspruch nimmt (ist aber auch wahr).
Folgerichtig habe ich daraufhin mein Bankkonto - ganz Treuhand-like - abgewickelt. Sie haben sich noch nicht einmal gewehrt (mag auch an meinem “Wehe es kommt mir einer quer”-Gesicht gelegen haben), als ich Bank- und Kreditkarte in der Filiale demonstrativ zurückgegeben habe. Wahrscheinlich waren sie froh, dass sie mich letzendlich losgeworden sind. Eine Bank, die Tausende von Arbeitsplätzen streicht, kann auch Tausende von Kunden streichen, Lean Management de Luxe. In diesem Sinne…
Aufstehen braucht ihr nicht. Schaut nur: Ihr steht doch schon!
Erstellt am 29.09.2005 von hilflos
Ja! Wir deutschen können Fußball-spielen! Außer in der Karnevals-Stadt Mainz und der Pillendreher-Stadt Leverkusen. Gut. Die haben auch trefflich gespielt, aber man darf nicht zuviel von einem Aufsteiger erwarten. Glückwunsch Berlin! Traumtor Marcelinio! Glückwunsch Stuttgart! Tolles Wasserballspiel mit guten Hochballeinlagen.
Aber was war denn in Kopenhagen los? Doll jubelt neben den Anhängern der Kopenhagenern Fans außerhalb der Coaching-Zone (eben aber alleine). Da war wohl etwas los. Und 5000 Hamburger waren dabei, als es Rote Karten, Elfmeter und es einen Verweis für den Hamburger Trainer gab. Sollten die Rothosen wieder „Wer wird Deutscher Meister“ singen? Ich glaube nicht. Aber international spielen, ist ja auch schon ein großer Schritt für eine Mannschaft, die es in dieser Verfassung verdient hat. Egal, wer da in die Trillerpfeife gepustet hat. Am Ende zählt das Ergebnis.
Wer braucht da Uli Hoeness? Kein Mensch. Der Rest der „Uneuropäischen Liga“ (O-Ton Uli) kann auch was reißen. Also bitte: Weiter so. Wir können nicht genug bekommen. Besonders, wenn es auch noch soviel Spannung gibt, dass die Fans ihre Fahnen auf den Sofas schwenken. Auch wenn es nach dem letzten aufregenden Schwergewichts-Box-Kampf immer noch keinen deutschen Schwergewichts-Champion gibt; lange haben wir nicht mehr so einen ehrlichen Kampf gesehen! Die schlecht sprechenden Doktor-Brüder aus der Ukraine sollten mal häufiger auf ihr Kernbusiness schauen. Der Zuschauer wegen!
Wir deutschen können Kämpfen.
Hoffentlich schneidet sich die Politik und die Gesellschaft eine kleine Scheibe ab. Deutschland ist eine Reise wert!
Achso…
Erstellt am 29.09.2005 von hhnur weil hier bisher noch nichts zu dem allgemeinen auf “Du-bist-Deutschland”-Rumgetrete in Deutschlands Blogs beigetragen haben, der natürlich meine volle Unterstützung findet: Wir haben mal kurz nachgefragt und sind zu einer eindeutigen Meinung gekommen: “Wir sind auch Deutschland.” Zumindest irgendwie ein ganz klein wenig.
Harry, Kollege!
Erstellt am 28.09.2005 von hhMoin Harry Rowohlt!
Ich habe gerade deine hervorragende CD “Der Paganini der Abschweifung” auf meiner Endlich-mal-wieder-nach-Hause-Tour gehört. Und ich bin begeistert. Irgendwie habe ich es nie geschafft, eine Deiner Lesungen zu besuchen, um die sich ja die wildesten Gerüche ranken. Da spricht der Mario von bis zu zwei Flaschen Whiskey, die am Abend konsumiert werden, auch sollen Überziehungen zur Tages-, respektive Nachtordnung gehören.
Gelernt hab ich auch was: Wer hätte gedacht, dass der Herr Rudolf Steiner die blonden Blauäugigen gegenüber den brünetten Braunäuigigen schon deshalb für geistig überlegen hielt, weil bei den brünetten Braunäugigen zu viel Geisteskraft in die Pigmentierung geht. Ja, wie war das noch mit der Waldorf-Schule?
Was solls, ich werde die CD lobpreisen, auf das das eine oder andere schmucke Accessoire deine Wohnung aufgrund der GEMA-Tandiemen schmücken möge. Keine Kopien, keine MP3s, ausser auf meinem iPod für unterwegs. Die nächsten Karten einer Lesung sind mein. Ich nehm dafür auch Urlaub, versprochen! Mehr davon, danke.
iManta!
Erstellt am 28.09.2005 von hilflosNachdem wir auf diesem Blog öfter mal überzogen positive Berichte über den Mac hören, muss ich mich auch mal zu Wort melden, denn hier schreiben ja nicht nur quasi-religiöse Computer-Abhängige (der sogenannte “Anti-User”), sondern auch normale Leute. Leute, denen es nicht um das Betriebssystem, Hardware oder Software geht, sondern um das, was die „scheiß Blechtrottel“ leisten. Diese Leute (angeblich die Mehrheit der Computer-Nutzer) beten ihre Computer nicht an. Diese Leute brauchen auch kein „i“ im Computer-Namen, um eine kreativen Gedanken-Schub zu bekommen. Diese Leute haben auch keine sexual-gleiche Beziehungen zu einem „angebissenen Äpfeln“. Manschmal jedenfalls.
Trotzdem feige: Nachdem ja nun mehrere Male festegestellt wurde, dass „Job’s Disciples“ es häufig nicht um innere Werte geht, sondern um Tastaturen, Mäuse, Verpackungen, Kabel, Stecker, Tragegriffe, laufwerklose Rechner-Monitore, werden diese verunsicherten Personen jetzt noch völlig über das Ohr gehauen. Und damit meine ich nicht, dass ihnen ständig vorgegaukelt wird, dass das Kerngeschäft von Apple in Personal-Computer gemacht wird; denn das weiß das letzte Kind auf dem Schulhof, dass ein Apple häufig nicht mehr machen kann als Musik. Iiii-pott!
Jetzt rüstet die Marke ihre kleinen Handtaschen-PCs einfach auf - ohne dies ihrer „treuen“ Gemeinde zu sagen. Na-so-was!
- schnellere CPU (OK, das Ding ist dann immer noch so langsam, wie mein Drehscheiben-Telefon)
- schnellere Festplatte (ja, das braucht man schon, wenn man als „Mega-Grafiker“ in Photoshop seine 300 Ebenen anlegt)
- fettere Grafikkarte (gibt es überhaupt Spiele für den Mac?)
„Ja! Jetzt ist der Mac-Mini wieder einmal ‚State Of The Art’. Da müssen sich Windows und Linux noch richtig lang machen!“, klingt es schon in einigen Apple-Stores. Pech, „Deppen-Käufer“! Ob man einen guten Mac-Mini gekauft hat oder nicht, das sagen einem nur die Systemeinstellungen, denn: Nichts eines von diesen neue Features ist im Datenblatt oder auf der Verpackung zu finden. Das ist so ähnlich, als hätte Opel damals beim Verkauf des Mantas „schweigend“ eine bessere Motorisierung eingebaut. Bloß nicht rumerzählen, sonst kommen die anderen „Mannis“ angefahren, und wollen auch so einen „heißen“ Motor! Na dann bastelt Euch mal schön einen Fuchsschwanz auf das CPU-Haube.
Jamaika war gestern. Jetzt kommt Albanien!
Erstellt am 25.09.2005 von hhIch hatte das schon die ganze Zeit vor, nachdem ich von Jamaika gehört habe. Ich wollte doch mal alle Nationalflaggen raussuchen, die zu deutschen Koalitionen passen. Egal, ob Mehrheit oder aber auch nicht. Und hier sind sie nun, wenn auch zum Teil als Minderheitskoalitionen:
Albanien (Schwarz-Rot): Okay, ich konnte da jetzt nicht nach Streifen oder so gehen, es blieb halt nur die Farbkombination übrig. Lustig ist, dass die Koalition am wahrscheinlichsten scheint und mir ähnliche Assoziationen im Hinterkopf rumgeistern wie beim Wort Albanien. Obwohl man ja recht wenig weiss über die Adria-Republik. Hab da auch keine Kapazitäten mehr frei.
Belgien (Rot-Gelb-Schwarz): Okay, warum eigentlich? Die beiden haben doch eh eine Mehrheit! Und warum nicht gleich die deutsche? Hat doch die gleiche Farbe? Nee, wir haben doch schwarz-rot-gold! Also bitte! Und die Belier haben bessere Pommes-Saucen als wir. Was das mit deutscher Politik zu tun hat? Ach, ich weiss doch auch nicht! Aber immerhin ist die Flagge lustig, und die Belgier bekommen das sogar hin mit zwei verschiedenen Sprachen im eigenen Land.
Afghanistan (Schwarz-Rot-Grün): Auch nicht wahrscheinlich, also eigentlich alles andere als wahrscheinlich. Die SPD vielleicht mit den Grünen. Aber die Grünen mit Frau Merkel? Das geht ja gar nicht. Und dabei haben die zeitglich mit uns gewählt, wenn auch ohne Parteien. Vielleicht haben die ja was verstanden…
Giunea (Rot-Gelb-Grün): Kommt, das klingt doch gleich ganz anders als Ampel, oder? Vor allem ist bei einer Ampel immer nur ein Licht an, und das wollen wir doch nicht hoffen, gelle? Ich mein, die FPD käme bei einer Ampel wohl farblich immer zu kurz, schließlich ist meistens rot oder grün. Und gelb nur mittendrin. Oder wenn die Ampel kaputt ist. (Übrigens: Auch mit diesen Farben unterwegs: Benin, Litauen, Mali und Kongo.
Türkei (Rot-Rot): Ach nee, so ganz passt die Flagge nicht. Ich hab halt keine andere gefunden. Vermutlich schlagen dann die Neo-Konservativen wie China-Flagge vor, weil die Koalition denen so vorkommt.
So, mehr hab ich grad nicht, aber immerhin besser als “Schwampel”. Guido, das war genauso lustig wie die 18…
Ramen: Einmal Schwedenhappen, bitte!
Erstellt am 25.09.2005 von hh
Mein Mittagessen heute: Ramen mit Hühnergeschmack und dazu eine Scheibe Knäcke mit salziger Butter. Nicht wirklich lecker, macht aber satt. Das war mein Standard-Essen in Schweden mittags, als ich da ein Jahr studiert habe. Morgens Porridge, mittags Ramen, abends Knäcke mit Fischpaste. Grauenvoll, aber lecker. Wenn man Ramen mit Hühnergeschmack ist, dann kann man sich vorstellen, dass die Jungs in Asien seit Jahren schon Vogelgrippe haben.
Was ich mich bei den Ramen-Suppen frage: Wenn die Tüte beim Chinamann gerade mal 20 Cent kostet, abzüglich 16 Prozent Mehrwertsteuer, abzüglich Transport, abzüglich der bunten Plastikverpackung, abzüglich seinem Gewinn und dem des Herstellers, was kostet das Ding in der Herstellung? Zwei Cent? Und wenn man einen Euro pro Weltbewohner ansetzt, um ihn satt zu bekommen, warum dann nicht mit sechs Cent dreimal Ramen auf den Tisch?
Andererseits hatte mein Mitbewohner Janne in Schweden immer eine Story auf Lager über einen Koreaner, der gestorben ist, weil er nur Ramen aß. Ist dann vielleicht doch nicht dies beste Lösung. Schmeckt ausserdem immer leicht parfümiert. Ramen sollte vielleicht den Slogan bekommen: Ramen - Hauptsache satt.
Kein Wind dies Jahr
Erstellt am 25.09.2005 von hh
Die Welt ist ungerecht. Das wird ja nun bei jeder sich bietenden Gelegenheit festgestellt. Blöd nur, wenn das auch mal mich betrifft. Ungerecht ist nämlich, dass ich seit mehreren Monaten kaum noch aufs Wasser gekommen bin. Der Wind ist schlicht nicht da. Ganz ehrlich: Das gab es schon lange nicht mehr, dass es in Norddeutschland so wenig Tage mit Wind über 10 Knoten gab. Mist.
Ist das jetzt auch Teil des globalen Klimawechsels? Bekommen die Amerikaner jetzt monatlich zwei Wirbelstürme, wir aber nur noch laue Lüftchen? Kann ich meine geilen Wipika Indys jetzt einmotten und muss immer nach Tarifa, wenn ich aufs Wasser will? Hallo, Klimaforscher? Gibts da schon Modelle? Wo soll ich hinziehen? Bin mobil und für Vorschläge offen!
Wie schön, DHL,
Erstellt am 25.09.2005 von hhdass wir uns jetzt auch zuhause anhören können, wie das so ist in einer DHL-Packstation. Den DHL-Packstation-Song kann man sich nämlich ab sofort runterladen. Jetzt habe ich alles gehört, nun muss ich nur noch alles sehen, und dann kann ich in Frieden sterben. Danke, DHL!
Good bye, Macintosh-Anteil!
Erstellt am 25.09.2005 von hh
So, nach langer unterwegs-Tour bin ich endlich wieder zuhause. Völlig fertig, das waren ja auch 600km gestern mit zwischendrin einem Satz Coaching-Terminen. Eigentlich kann ich nur blubbern, richtige Konversation ist nicht mehr drin. Also, was tun? Bloggen. Und während ich noch gucke, ob uns eines der Blogs inzwischen verlinkt hat, denen wir traumhafte Weiterleitungsraten und Google-Platzierungen verschaffen, muss ich feststellen, dass unser Macintosh-Anteil bei den Besuchern sinkt.
Das kann und darf nicht sein. Wir haben noch einen 11,8 prozentigen Anteil an Mac-Clients, doch das war schon besser. Okay, es könnte gut sein, dass Sebastian und ich den Anteil hoch halten. Aber wo sind denn die 100 Millionen Macs oder so, die es auf dem Planeten Erde geben soll? Okay, die ersten zählen wohl nicht ganz so, da die nicht so Internet-fähig sind wie andere, aber dafür sind die Windows95-Rechner ja nun auch nicht Internet-fähig. Also, Macuser dieser Welt, kommt zu unserer Seite. Wer keinen hat, sollte sich schnell einen kaufen, oder in eine Werbeagentur einbrechen oder so. Tut das bitte für mich. Und Sebastian. Und Steven Jobs. Danke!