Elementarteilchen: Praktikanten raus aus dem Filmskript
Erstellt am 20.06.2008 von hh
Ja, klar gibt es im Internet 20.000 Seiten, auf denen kleinliche Spinner akribisch veranlagte Menschen gerne die Fehler in Filmen festhalten. Ich schau da ja meistens großzügig drüber hinweg oder aber bekomme nichts mit. Okay, eigentlich bekomme ich nix mit, weil es mir um den Rahmen geht und nicht eine Armbanduhr bei einem Schauspieler oder einen Rechts-/Links-Fehler.
Aber bei dem deutschen Spielfilm “Elementarteilchen” ist mir dann doch etwas aufgefallen. Michael, der ach so intelligente aber doch auch irgendwie autistische (na, das ist ja nun kein großer Widerspruch) der beiden Brüder führt Tagebuch. Und hier kommt der Klassiker unter allen Doofi-Rechtschreibfehlern drin vor, den NIE, ich wiederhole, NIE ein derart intelligenter Mensch bringen würde: Er schreibt “Standart”. Ja, mit T. Jemand, der die geschlechtslose Reproduktion standarTisieren will, schreibt so etwas nicht. Nein, das kann nur ein Praktikant gewesen sein. Und bei so etwas drehen sich mir die Fußnägel hoch: Warum guckt sich das denn keiner an, bevor es in die Kamera gehalten wird? Ist das allen scheißegal? Da muss sich halt der Herr Praktikant noch mal hinsetzen (”Das machst du gleich nochmal!”), und neu schreiben. Oder mit dem Tintenkiller dran.
So, und allen, die hier gleich wieder rumheulen, Legasthenie sei eine Krankheit, dem sei mit den Worten von Harry Rowohlt gesagt: “Legasthenie ist ein Modewort für etwas, das früher ganz anders hieß: Doof!”
Wer braucht eigentlich das ZDF?
Erstellt am 02.01.2006 von hhOkay, ich weiss, die GEZ ist arg umstritten, nicht zuletzt in Blogger-Kreisen. Die Oeffentlich-Rechlichen sind sicherlich nicht immer das, wofuer man gerne seine Gebuehren zahlt. Aber das ZDF? Ueberfluessig wie ein Kropf.
Doch was bewegt mich zu so einer Aeusserung? Also, derzeit halt ich mich auf dem schoenen Fuerteventura auf (deshalb kann ich auch die Umlaute nicht finden), und verfuege dort ueber ein recht komfortabel eingerichtetes Hotelzimmer. Eigentlich eine Suite, und alles ist prima. Mit einer Ausnahme: Mein Fernseher kennt ungefaehr 10 Programme, davon besagtes ZDF, deutsches Eurosport mit englischer Sprachausgabe, deutsches MTV und RTL ohne Ton. Woran das liegt, weiss ich nicht, und eigentlich will ich es auch gar nicht wissen.
Aber was sich da auf dem ZDF abspielt, ist schon grotesk. Die News (denn Nachrichten sind das beim besten Willen nicht) haben das Niveau von “Vermischtes” in der Tageszeitung, und der Rest ist bis zur Oberkante mit einer Art verfilmten Mischung aus “Bild der Frau” und “Bunte” gefuellt. Da ich kein Marketing-Eumel bin, kann ich nicht sagen, welche Zielgruppen das ansprechen soll, aber mit dem Alter kann das nichts zu tun haben. Meine Mutter wuerde sowas auch nicht gucken. Staendig sitzen die Menschen auf Almhuetten und Traumschiffen herum und leben des kleinen Mannes (oder eben der kleinen Frau) Glueck.
Fest steht jedoch: Die Zeiten, in denen das ZDF den konservtiven Gegenpol zur ARD bilden sollte, sind vorbei. Es sei denn, es wird ein derart subtiles Bild einer besseren, weil spiessigeren Welt gemalt, dann lasse ich das aber auch nicht Durchgehen. Daher sollten wir vielleicht mal eine Aenderung des GEZ-Systems ueberlegen: Ein Grundstock, mit denen die ARD (ohne Musikantenstadl), das vor Ort verfuegbare Dritte, sowie ARTE, Phoenix und 3Sat bezahlt werden. Und dann noch als zusaetzlich buchbares Paket ZDF und die anderen Dritten. Was interessiert mich, was in Bayern los ist, und nicht und der Tagesschau erwaehnt wird?
Und schliesslich wird alles gut. Und wenn ich nach Hause komme, guck ich erst einmal gepflegt einen Tag lang Phoenix. Und schreibe ganz viele Umlaute. Versprochen!
Mit Blei vollpumpem
Erstellt am 22.11.2005 von hilflos
Da hört man morgens nichts ahnend das Radio und schon hat von einem ganz neuem Hobby gehört: „Pistolenschüsse zählen!“
Der Radiosprecher fragt den Mann am anderen Ende des Telefons: „Wie haben sie in diesem Spiel so schnell erkannt, dass dort in einem Monolog vierundzwanzig mal das Wort ‚mhh’ vorkam? Das ist ja sensationell, da es genau die richtige Antwort ist!“ „Ja,“ sagt der Mann: „ich habe mir mal angewöhnt, in jedem Western die Pistolenschüsse zu zählen. Meisten merkt man dann, dass aus einer Waffe schon locker dreißig Schuss rauskommen können.“ „Is’ ja irre.“
Ja! Is’ irre. Und ich werde das gleich mal bei nächsten Italo-Western ausprobieren. „Für eine Handvoll Dollar“ versteht sich. Sollte ich den Durchschnitt schätzen, wie viel so ein B-Western-Revolver ohne Nachladen ausspuckt, dann würde ich 37 sagen. Aber das ist nur so aus „dem Bauch“ heraus gesagt. Ab jetzt werde ich mir auch angewöhnen, die Feuerwaffen-Abschüsse zu zählen, auch wenn der Plot dann dahin ist.
Wer glaubt eigentlich, dass es einen Western gibt, bei welchem die Schüsse mit dem tatsächlichen Magazin-Inhalt übereinstimmen? Und welcher ist das?
Potter, Teil 4
Erstellt am 19.11.2005 von hhOkay, ich hab ihn gesehen. Manch einer wird das für kindisch halten, aber das tun ja im Regelfall nur Golffreunde und IKEA-Nichtmöger. Also, ich war im Harry Potter, Teil 4, Spätvorstellung. Die fing um 22.30h an und höre kurz vor 2 auf, denn zwischendrin gab es eine Pause. Normalerweise bin ich ja nun wirklich kein Filmkritiker, aber nun liefere ich eine ab. All denen, die den Film noch sehen möchten, sei hiermit geraten, nicht weiter zu lesen.
Also, der Film ist nicht wirklich schlecht, aber wenn er ein Attribut nicht verdient hat, dann das Wort “gut”. Okay, es war mein Fehler, dann doch vorher nochmal das Buch zu lesen. Denn eines kann auch kein 3-Stunden Film nicht liefern, nämlich Detailtreue. ABER: Die inhaltlichen Abweichungen vom Buch gehen gar nicht. Nicht nur, dass die Elfen abgeschafft wurden, weil sie bestimmt nicht in amerikanische Kinos passten. Zugegeben, mir gefiel das Viechzeugs auch nicht, aber B.ELFE.R ist nunmal ein Bestandteil des Buches. Und so war es dann auch auf einmal der Longbottom, der Harry das Kiemenkraut gab. Ich gönne es ihn ja, aber das steht nicht im Buch, ihr Nasen.
Und warum ist Krum auf einmal blöd? Der hing doch im Buch auch immer in der Bibliothek rum, und zwar, bevor er mit Hermine anbändelte. Überhaupt Krum: Die ganze Quidditch-Meisterschaft kommt zu kurz. Wo sind die Veela? Die hätte ich denn doch gerne mal gesehen. Die werte Fleur Delacour hat ja nun nichts von einer Veela, ausserdem fehlte die Zickigkeit der Beauxbatons. Okay, wenn ich mir jetzt noch einmal die ersten drei Bücher schnappe, dann finde ich das wohl auch in den ersten drei Filmen. Aber irgendwie fiel mir das nicht so auf.
Also, kurz noch einmal: Der Herr Radcliff (schreibt der sich so?) macht das schon ganz ordentlich, seine Kollegen ebenfalls. Bei dem, was denen der Herr Peter Jackson (ja, der vom Herrn der Ringe) vorgeworfen hat. Nun mag ja der Mister Warner und seine Brothers das diktieren, aber als ein Peter Jackson muss man auch einmal NEIN sagen können. Und nochwas: Seit wann nehmen die so viele Tanzstunden? Hab ich das überlesen? Und selbst, wenn nicht, hätte man das nicht rausschneiden können? Was für ein lächerlicher Abschnitt.
Mord und Totschlag
Erstellt am 01.11.2005 von hilflos
Nein, bei diesem Bericht geht es nicht um die derzeitige Situation in Berlin und München. Auch wenn es dort zu Zeit drunter und drüber geht, möchte ich das hier nicht darstellen. Hier geht es um den ganz “normalen” Horror, den man sich nach Hause holt, wenn man nicht genug davon kriegen kann.
Wer für einen gemütlichen Home-Video-Abend 86 Aufspießungen, 20 abgetrennte Gliedmaßen und 14 tödliche Stromschläge braucht, der darf sich nicht irgend ein Streifen reinziehen; der braucht den ulimativen Splatter-Movie: “Freddy vs. Jason” wurde offiziell von FamilyMediaGuide zum definitiven Schocker dieses Planeten gewählt.
Wer braucht da schon Müntefering, Stoiber, Merkel & Co? Was die Hitliste von FamiliyMediaGuide damit beabsichtig (übrigens hätte ich nie und nimmer den zweiten Platz Platz dieser Liste erraten), sei dahingestellt. Ich werde noch heute die DVD einlegen und genau Buch führen, ob das mit den Rating auch wirklich stimmt. Zum Glück gibt es ja bei den DVD-Playern super Standbilder (die habe ich übrigens in meiner Jugend beim Film “Ein Zombie hing am Klockenseil” kläglich vermisst).
Mal sehen, ob ich heute Nacht gut schlafe. HUARRR. Es ist Halloween. Was wohl die Basis der SPD dazu sagt?
Das ist ein Bond?
Erstellt am 16.10.2005 von hh
Das kann ja wohl nicht deren Ernst sein: Daniel Craig ist der neue James Bond? Ich bin enttäuscht. Wir Männer brauchen einen Bond. Einen, der uns zeigt, wohin wir im jeweiligen Jahrzehnt gehören möchten. Das war perfekt mit Sean Connery in den Fünfzigern und Sechzigern, und auch danach hätte es auch immer noch gut funktioniert. George Lazenby war übrigens auch gut, vielleicht der unterschätzsteste von allen. Über Roger Moore und Timothy Dalton können wir uns gerne streiten, auch wenn der letztere so schön Eighties waren.
Und dann kam der Überbond: Pierce Brosnan. Der einzige Mann, der mit einem Handy im Bett liegen konnte, und dabei nicht doof sondern sexy aussah. Naja, das war dann wohl einmal. Aber Daniel Craig? Woher soll ich den denn kennen? Zwar steht bei Bond.de, er sei bekannt aus Filmen wie “Tomb Raider”, “Road To Perdition”, “Layer Cake” und neuerdings Steven Spielberg’s “Munich”. Aber bitte, was ist denn das für eine Qualifikation? Aber angucken werde ihn natürlich trotzdem. Was bleibt mir über?
Lost in OST-Translation
Erstellt am 04.10.2005 von yannickEin wenig fühle ich mich wie Bob (Bill Murray in der vielleicht besten Vorstellung seiner Karriere) im Film “Lost in Translation”. Fern der Heimat in einem Hotel-Mikrokosmos, einsam, verlassen und voller Lebenszweifel. Wer fehlt ist Charlotte (Scarlett Johansson, “Ghost World”), mit der ich an der Hotelbar ins Gespräch kommen könnte und mit der ich zum Ende des Films die unbekannte Welt da draußen entdecken könnte. Aber Film ist eben Film und in “Real Life” gibt es keine Charlotte. Ich bin übrigens kein gemachter Schauspielstar, der für den Dreh eines Whiskey-Werbespots nach Japan greist ist. Mein Japan ist einsamer, weiter, fremder - nämlich im tiefsten Osten der Republik. Ich bin in einem Ort zwischen Magdeburg und Brandenburg (Ja, das ist auch eine Stadt) gelandet.
In diesem kleinen Ort namens “Ziesar” - spricht sich Zi-e-sar - gibt es einen Autohof, eine Tanke, eine alte Burg und ein altes Kloster. Und mein Hotel. Übrigens ist nix mit Charlotte an der Hotelbar treffen, die hat nämlich zu. Ansonsten: Total tote Hose. Geht man durch den Ort (eine Runde schafft man in 15 Minuten), wird man angeschaut wie ein Alien - so was (Iiiiiihhhh, ein Wessi!) hat man scheinbar noch nicht gesesehen. Ob die wissen, dass es keinen Kaiser mehr gibt? Wenigstens gibt es einen Fernseher auf dem Zimmer. Das ist fast so gut wie Charlotte an der Hotelbar.
TV absolut
Erstellt am 02.10.2005 von hhOkay, ich wusste leider nicht, wie ich total noch weiter steigern kann. Mein A.W. Textor gibt mir darüber keine Auskunft, zumal da er an seinem angestammten Platz im Büro steht und nun brav einstaubt, während es mir an der Findung des rechten Wortes fehlt. Gleichzeitig halte ich es schon alleine deshalb für nicht bedenklich, weil ein Wort wie “total” nicht weiter steigerungsfähig ist. Natürlich mag jetzt noch der eine oder andere Stolperstein der deutschen Schriftsprache auf mich lauern, doch ich schreibe mal beherzt darauflos.
Also, Fernsehen. Sicherlich sind Blogs immer wieder ein dankbares Medium für Medienschelte, aber eigentlich möchte ich mich bei den deutschen Fernsehmachern bedanken. Schließlich hat sich in den Jahren der zunehmenden Privatisierung ein inzwischen klares Bild ergeben, gemäß der Zielsetzung: Sag mir, was du schaust, und ich sage dir, wer du bist. Die Fernsehprogramme differenzieren sich immer mehr nach Bildungsschichten und den im Regelfall damit verknüpften Einkommensverhältnissen. Entsprechend dieser These nehme ich jetzt mal die gängigen Fernsehsender auseinander, hier bereits mit dem Ziel, Protest zu ernten. Meine Arroganz sei mir hiermit vorweg genommen, dann braucht ihr Euch über diese nicht weiter auslassen.
ARD und ZDF: Irgendwie prima Programme, meist leider mit eine Halbwertszeit von 30 Minuten, da ich im Regelfall nur die Tagesthemen zu mir nehme. Doch beide eine klare Bestätigung für die Notwendigkeit der GEZ. Hoho, jetzt zicken hier die GEZ-Verweigerer gleich rum. Ich jedoch finde sie eine prima Zwangssteuer, gerade für RTL-Gucker. So, zurück zum Programm. Denn leider ist das nicht ohne Macken. Neben den recht guten Reportagen hinterlässt der Sender in dem Willen, allen alles Recht zu machen, einige geistige Schlaglöcher. Neben Schlagersendungen für sehr Alte und Altgebliebene nervt enorm Sabine C. mit ihren ewig gleichen Gästen und Themen für das Möchtegern-Bildungsbürgertum. Vom hohen Ross des ZEIT-Lesers herab: Leider hört die ARD immer da auf, wo es interessant und detailliert wird. Gut, den Auftrag kann sie nicht erfüllen, doch mich störts. Erinnert immer noch an das von Guido W. immer noch nicht vollendete Lebenswerk “Die Halbbildung”. Wer also auf Hintergrundwissen verzichten kann, fühle sich dort aufgehoben. Tagesthemen ersetzen zwar nicht die Tageszeitung, aber sortieren schon mal vor.
RTL und SAT1 tun sich eigentlich nichts, schließlich versucht der eine (erfolgreiche) den anderen (nicht so erfolgreichen) immer wieder zu kopieren. “Verliebt in Berlin” und GZSZ sind vermutlich, wegen der höchsten Einschaltquoten, Spiegel der Seele der meisten Zuschauer. Nur dass es mit den meisten dann seelisch nicht allzuweit her zu sein scheint. Beide Serien, übrigens jeweils eine wahre ökonomische Erfolgsgeschichte, strotzen geradezu vor Vorhersehbarkeit. Und das nicht auf lange Sicht, weil dies den Horizont des normalen Zuschauers deutlich überfordern würde. Der möchte ein klares, ins fertige Förmchen gegossenes Geschichtchen, welches sowohl am Ende jeder einzelnen Folge ein leichtes Seufzen durch die meist weibliche Zuseherschaft schicken dürfte, als auch auf eine spannende Fortsetzung hoffen lässt. Da jauchzt das Herz der Verwaltungs-Angestellten niederen Ranges, die schon immer auf diesen schicken Kerl im mittleren Managment scharf ist. Für die Männer ist da Sendepause, die dürfen bei RTL Sonntags dem PS-Wahn fröhnen und ihren geistigen Horizont, der sich im Regelfall auf 76 Runden beschränkt, zur Gänze belasten. Dumm nur, dass sie das erlernte dann im Anschluß auf Deutschlands Autobahnen erproben. Gut hingegen, dass sie bei dem Benzinpreis vielleicht noch bis zur nächsten Ausfahrt kommen.
Kommen wir zum Star der Sammlung, nämlich (tata!) PRO7. Auf den ersten Blick ein junger, auf den zweiten ein dynamischer Sender. Da ändert auch der dritte Blick nichts. Irgendwie scheint der Sender die Quoten der wichtigsten Zielgruppen anzuziehen wie die die Scheiße die Fliegen. Leider hat dynamischen Jugendlichkeit einen Haken: Ihre Oberflächlichkeit ist grenzenlos. Ich weiss leider beim besten Willen keine Sendung, die in dem Laden mehr Tiefgang hat als die Simpsons. Sicherlich haben Sendungen wie “Desperate Housewives” einen Unterhaltungswert, doch Tiefe? Ich muss doch sehr bitten! Sarkasmus, Ironie und Zynismus sind dem Programm ebenso fremd wie Stefan Raab bis zum heutigen Tag das Niveau. Und damit hätten wir schon die meisten Zuschauer erfasst: Dynamisch, jugendlich und wenig dahinter. Kreise, in denen es schick ist, sich über das dort gesendete zu unterhalten, meide ich bislang. Aber wenn ich das nächste mal in München bin, werde ich mal lauschen.
RTL2 und SuperRTL dürften zusammen mit Tele5, einem Sender, der nur für BigBrother-Zusammenfassungen zuständig zu sein scheint, die absolute Talsohle der TV-Landschaft darstellen. Abgesehen davon, dass keiner der wohl meist jugendlichen Zuschauer bei andauerndem Konsum die mittlere Reife erreichen dürfte, setzt er keinerlei IQ jenseits des Schuhezubindens voraus. Und damit wäre vermutlich auch Familie Flodder, denn keine andere scheint mit dem Stichwort “Familiensender” bei einem der beiden Billig-RTLs (weiss nicht mehr, welcher) gemeint zu sein, auch schon ausreichend und detailliert genug beschrieben. Wie man es sich auch nur drei Minuten bei dem dort gesendeten Schund “gemütlich” machen kann, ist mir unverständlich. Muss es vermutlich auch nicht, bin ich doch vermutlich schon deshalb nicht die Zielgruppe, da ich mich von den dahergelaufenen Berufsjugendlichen nicht gerne duzen lasse.
So, mehr Sender kenne ich zwar, doch fehlt mir die Muße, über diese herzuziehen. Ausserdem sind Bayern3 und Eurosport schon deshalb nicht sonderlich Kommentar-intensiv, weil ich sowas nicht gucke. Nur in Notfällen, die ich mir jedoch gar nicht ausmalen möchte.
Wieso? Weshalb? Warum?
Erstellt am 14.09.2005 von hh
Habe gerade Hitch gesehen. Netter Film, das erste Drittel vor allem. Vorher die “Super-Nanny”. Schreckliche Familie, und da alle vier Drittel. Die Welt scheint inzwischen voller Berater. Die Menschen scheinen nichts mehr von alleine auf die Reihe zu bekommen. Woher soll das eigentlich führen? Wird das Volk inzwischen zu einem Rudel Fachidioten, die nichts mehr ohne Leitfaden auf die Reihe bekommen ausser ihrem eigenen Job? Und selbst den bekommen einige nicht mehr richtig auf die Naht. Mann o Mann.
Vielleicht machen wir ja auch bald mal solche Kurse. Wer über 3000 Leuten das Verkaufen beibringen kann, der wird ja auch einem Haufen paarungswilliger Großstädter das Baggern beibringen können, oder? Ich denke schon, Jan! Übrigens: Was die Dame auf dem Bild damit zu tun hat, weiss ich auch nicht. Passt wohl nur so ein Satz wie: “Damals war die Welt noch in Ordnung”. Und das von mir. Bah! Und wer ist eigentlich Albert Brennaman?
Völker der Welt, meidet die IFA!
Erstellt am 01.09.2005 von hh
Es geht aufwärts mit diesem Land. Zumindest, wenn es nach den koreanischen Herstellern LG und Samsung geht. Die haben die diesjährige IFA nämlich bis unters Dach mit teurer Werbung vollgeklebt, und das Motto ist: Deutsche, kauft mehr Fernseher. Ich persönlich bin bislang ganz glücklich mit dem alten gewesen, aber vermutlich habe ich keine Ahnung. Schliesslich ist jeder doppelt out, der nicht spätestens jetzt einen Flachbild-Fernseher kauft.
Ob sich das nun lohnt, dreimal die Woche Herrn Schmidt an der Wand hängen zu haben, ist den Jungs vermutlich ziemlich egal. Mit nicht, daher kauf ich den nicht. Ist das Konsumkritik? Möglich, aber in Hinblick auf meine Auswertung im Wahlomat ja auch nicht weiter verwunderlich.
Über eine heute noch besucherfreie Messe zu laufen, ist übrigens ganz nett, aber wirklich neues gibt es nicht: T-Mobile hat nun endlich entdeckt, dass das Festnetz bald klinisch tot ist und hat die Homezone erfunden, Eplus hat einen Heidenspaß an Flatrates und bringt vermutlich jetzt wöchentlich eine neue, und Philips baut neuerdings Ghettoblaster für MP3-Player. Letzter Trend: Wer jetzt kein digitales Fernsehen hat, hat verloren. Ich dann wohl auch. Pimp my life!