Was ist eigentlich “Word of mouth marketing?”
Erstellt am 07.07.2008 von hhDas hier:
Hurra Deutschland: Der kleinste gemeinsame Freuer
Erstellt am 17.06.2008 von hh“Deutschland, Deutschlaaaand!”. So schallte es mir gestern Abend entgegen, als ich nach dem unrühmlichen Sieg der deutschen Mannschaft nach Hause fahren wollte. “Toll, das die wissen, wer gewonnen hat”, war mein erster Gedanke. Als mir dann die ersten hupenden Autos entgegen kamen, bekam ich langsam Zweifel: Hatten die das gleiche Spiel gesehen oder war ich durch die Tür in ein Paralleluniversum getreten, in dem man mit brilliantem Fußball 5:0 gewonnen hatte? Nee, das war exakt das gleiche Spiel gewesen, nur eben als Fan geschaut.
Und das erklärt auch den Unterschied in der Sichtweise: “Fan” kommt von “Fanatiker”, und dem ist ja im Regelfall nicht mit gesundem Menschenverstand beizukommen. Das merke ich schon, wenn ich mit Werder-Fans im gleichen Zug sitze.
Aber die Fahnen und das Gebrülle eröffnen mir noch ein Tor zu einer ganz anderen Dimension: Die Autofahnen sind nichts anderes als die Sichtbarmachung des Geistes-Prekariats, welches sich durch alle Gesellschaftsschichten zieht. Mal im Ernst: Interessiert es irgendeinen Klose, ob hierzulande ein Fahnenmeer in Schwarz-Rot-Gold die Einfallstraßen blockiert? Nö, nicht die Bohne. Die spielen sogar noch schlechter als 2006, als die Fahnen gerade erst modern wurden.
Also zelebriert man gar nicht das Team, sondern mal wieder nur sich selbst. Die Zugehörigkeit zu einem Volk. Hurra. Wenn das, für das ich im Leben am wenigsten geleistet habe, mich mit dem größten Stolz erfüllt, dann ist mein Leben entweder leer wie der Enddarm eines Mastschweins, oder aber ich bin doof wie Brot. Eine Ausnahme lasse ich zu: Stolz, ein Deutscher zu sein, das dürfte bald jeder sein, der den Einbürgerungstest schafft. Aber der steht nicht aufrecht im 3er BMW.
BILD machts möglich: Alice Schwarzer im Wunderland
Erstellt am 12.07.2007 von hhUm ehrlich zu sein: Als ich von der werten, aber hier ungenannten Jungmaid R. auf dieses Plakat hingewiesen wurde, hab gestern noch lange gegrübelt, was nun von dieser Werbung zu halten ist.
Also: Alice Schwarzer hält ihren Kopf für eine Zeitung hin, die ihren Idealen, für die sie seit den 60ern kämpft, widerspricht. Und dann auch noch mit dem Spruch, dass es ein “eine Mutige” geben müsste, die die Wahrheit ausspricht. Doch gerade hier wird es lustig: Auf den anderen Plakaten dieser Kampagne kommt es immer nur zum “es muss einen Mutigen geben…” also dem eigentlich maskulinen Ausdruck, der aber in diesem Fall nicht maskulin gemeint ist, wenn keine Person mit abgebildet ist.
Das ist geschehen, wenn da drauf steht “der Schiri ist gekauft… es muss einen geben…” und ein Fußball abgedruckt ist. Deswegen ist es an dieser Stelle schon wieder witzig, weil die BILD sich über das “es muss eine Mutige geben…” d’accord mit dem feministischen Diskurs gibt. An dieser stelle erst einmal ein “genial” für die Werbung. Dann bleibt noch die frage nach der Wahrheit. Dieses Attribut ist wohl das letzte, das 90 Prozent der Deutschen einfallen würde, wenn sie über die BILD reden. Jetzt gibt es aber den Versuch, Schwarzers Eigenschaft der Ehrlichkeit mit dem der BILD zu verknüpfen.
Heißt das jetzt, dass Schwarzer unehrlich ist, geflunkert hat, eine heillose Lügnerin? Oder dass BILD tatsächlich ein Medium der Wahrheit darstellt und wir komplett falsch mit unserer elitären akademischen Meinung liegen?
Zwei weitere direkte Fragen tauchen beim Betrachten eines derartigen Motivs samt Text auf: Die nach der Motivation Frau Schwarzers sowie die nach den möglichen Konsequenzen für die BILD. So, dann nehmen wir das mal auseinander:
weiterlesen… »
Alle kaufen das iPhone: Armes Amerika
Erstellt am 04.07.2007 von hhLiebe Amerikaner!
Ich schreibe Euch, weil ich Euch meine zutiefst empfundene Verbundenheit ausdrücken möchte. Ja, ich glaube, ich bin einer von Euch. Warum das so ist? Nun, das ist ganz einfach und doch so schrecklich kompliziert.
Ich glaube beispielsweise daran, dass Menschen und ihre Ideen es zunächst einmal verdient haben, dass man sie sich anhört. Wer etwas Neues anfängt, der sollte alle Unterstützung bekommen, denn es ist lobenswert, nicht immer das Gleiche machen zu wollen. Das versucht mal in Deutschland. Harhar.
In den vergangenen Tagen habt Ihr nun etwas gemacht, was aus Eurer Sicht verständlich, aus einer mitteleuropäischen Selbstzerfleischung heraus jedoch völlig unlogisch ist: Ihr habt einfach so unerhört viel Geld für etwas ausgegeben, das andere viel billiger (und um einiges schlechter) auch machen können. Ihr seid dem schönen Schein erlegen, dem Marketing eines Konzerns, der nur Grafiker als Kunden hat: Ihr habt bergeweise iPhones gekauft.
Hierzulande würde sich die Garde der ct-Leser vermutlich vor Euch in die Schlange stellen, und so lange bearbeiten, bis Ihr Euch doch dem germanischen Industriestandard beugt. Denn der ist effizienter, günstiger (wenn auch nur im Anschaffungspreis), und damit vernünftiger.
Dass Ihr das jedoch tut, wird den Teutonen jetzt nicht im Mindesten verunsichern. Schließlich weiß man hierzulande spätestens seit PISA, dass alle Amerikaner doof sind oder aber, deutlich wahrscheinlicher, weiß gar nicht, wo Amerika liegt.
Solltet Ihr also nun Beileidsbekundungen aus Europa bekommen, denkt einfach daran: Die sind hier noch nicht so weit.
Völker der Welt! Kauft Dänisch!
Erstellt am 07.02.2006 von hh
Das ist doch mal eine Initiative nach meinem Geschmack. Zuerst sagt uns die hervorragende Monarchin Dänemarks, man müsse jetzt eine starke Opposition gegen den Islam auf die Beine bringen und damit endlich mal wieder die Existenz der Monarchie rechtfertigen, und nun auch noch das: Buy Danish! Das ist die neue Initiative, die man gegen die Wüstenjungs installiert hat.
Da fragt man sich natürlich unweigerlich: Was kann man da eigentlich kaufen? Also, außer salziger Lurpak-Butter, Bang&Olufsen-Anlagen und roten Pölsern? Die Antwort gibt die gutsortierte Webseite Atlas Shrugs, die alles indiziert, was man so schickes in Dänemark bekommt. Unnd siehe da: Brio, Lego (wie konnte ich das nur vergessen), Ecco, Tuborg, Carlsberg, Aalborg und Vesta Windkraftanlagen. Also, für meinen Geschmack alles dabei für ein vollständiges Leben.
Ach, bei der Gelegenheit gilt auch, sich künstlerisch zu betätigen: Frei nach dem guten alten, aber durchaus erprobten Motto “Ein Bild sagt mehr als tausend Worte” wurde nun ein internationaler Malwettbewerb ausgerufen: Wer das schönste Bild abliefert, hat gewonnen. Und zwar vermutlich so etwas wie einen kostenlosen Hackerangriff auf seinen Blog, sein Haus oder seine ganze Nation. Der radikale Islamist differenziert schließlich nicht gerne, das hat er uns ja nun in den vergangenen Wochen hinreichend vor Augen geführt. Wenn der Link nicht geht, dann hat wieder einer gewonnen, der eigentlich ein Verlierer ist.
Menschen, meidet die Concordia Versicherung!
Erstellt am 18.12.2005 von hhOkay, der einzige Grund, dass ich jemals Mitglied in dem Club geworden bin, lag vermutlich an dem Versicherungsmann, den ich über einen Bekannten kennen gelernt habe. Das lief diverse Autos lang auch ganz ordentlich, schließlich wechsle ich die fahrbaren Untersätze oft genug. In einer Statistik fiel mal eine Zahl von 8,5 oder so Autos, die man im Laufe seines Lebens hat. Dem entsprechend dürfte ich bald tot sein. Oder jemand fährt für mich zum Ausgleich sein ganzes Leben lang das gleiche.
Zurück zum Thema: In dem Verein weiss die rechte Hand seit geraumer Zeit nicht mehr, was die linke tut. Anscheinend geht das nicht nur mir so, sondern auch zahlreichen anderen. Denn da wird anscheinend gerade im großen Stil gekündigt. Was ist geschehen? Nachdem die Verwaltungs-Jungs im Sommer überraschend mein Auto stillgelegt haben, kam nun gestern mal wieder Post im gelben Umschlag: Ich hätte eine Rechnung nicht bezahlt. Das putzige: Wegen des ganzen Durcheinanders hatte ich erst im November bei denen angerufen, und man sagte mir, das sei alles bezahlt, ich könnte das lustig ignorieren. Und nun ein Brief im gelben Umschlag. Das geht zu weit. Die haben doch nicht mehr alle Latten am Zaun…
Kleiner Tipp zum Kündigen: Man kann seine Autoversicherung übrigens jederzeit kündigen. Einfach für einen Tag den Wagen abmelden und dann wieder anmelden. zack, ist man raus.
Kleine Bitte: Verlinkt das hier kräftig, auf das es im Google-Ranking nach ganz oben hüpfen möge. Danke, danke, danke.
Schon blöd…
Erstellt am 25.11.2005 von hh
…wenn man zwar die Klamotten kopiert, aber dann keine Ahnung hat, wie die Firma wirklich heisst. Okay, mein Chinesisch ist zwar auch nicht doll, aber noch kopieren wir ja nicht deren Kram. Noch nicht!
Na, wer weiss es?
Erstellt am 25.11.2005 von hhIch hab jetzt hier mal ein paar Schnipsel aus Werbemelodien gesammelt. Quizfrage: Wer kennt die passenden Produkte dazu? Kleiner Tipp: Das ist alles schon eine ganze Weile her, 15jährige haben vermutlich nicht den Hauch einer Chance. Am 27.11. ist Schluß, danach veröffentliche ich die Ergebnisse. Wenn es bis dahin einer errät, bekommt er oder sie irgendwas ganz ganz Tolles, was bei mir noch so rum liegt.
Text-Schnipsel Nummer 1: In einen ganz normalen Tag dringt Kinderlachen hell hinein, ein liebes Wort, ein kleiner Blick, ein ganzer Tag voll Sonnenschein…
Text-Schnipsel Nummer 2: Mann. Was ham wir heut alles geschafft. Jetzt haben wir uns was wirklich Gutes verdient
Text-Schnipsel Nummer 3: Mini-Form für Maxi-Spaß. Die schmecken noch knackiger, wißt ihr das?
Text-Schnipsel Nummer 4: Ich liebe Deine pralle Form, Du bist so superdick. Wenn ich Dich knack, dann wirst Du weich, und das gibt mir den Kick!
Text-Schnipsel Nummer 5: Jetzt geht die Reise wieder los ins Lachindianerland! Der Häuptling heißt Bananenkrumm, sein Sohn heißt Kirschenmund
So, und jetzt an die Arbeit!
Wir sind Kanzlerin!
Erstellt am 23.11.2005 von yannickWas wir nicht in diesem Jahr schon alles waren: Arbeitslos, Papst, Deutschland… und jetzt Kanzlerin, nächstes Jahr vielleicht sogar Weltmeister. Als wir mit Herrn Herzog gemeinsam Bundespräsident waren, hieß es, es müsse ein Ruck durch Deutschland gehen. Was wir nicht wußten ist, dass wir ja Deutschland sind - also ruckte und zuckte es in uns. Was ist dabei rausgekommen? Der erste ostdeutsche Bundeskanzler ist eine Frau, eine Ossi-Kanzlerin. Da soll noch einmal einer sagen, die Wiedervereinigung und/oder die Emanzipation hätten nicht geklappt. Beide sogenannten großen Volksparteien werden also nun von Ossis geführt, die ehmalige SED sitzt inklusiver alter Genossen im Bundestag - the east strikes back, oder so ähnlich. Wenn uns Michi Ballack (=Wir sind bald Real Madrid) dann zuzm Weltmeistertitel führt (übrigens auch ein Ossi), dann bin ich sicher, dass es vorwärts geht mit unserem Land. Auferstanden aus Ruinen: Du bist Kanzlerin, Du bist der Ruck, Du bist Deutschland!
Volks-Dingenskirchen
Erstellt am 16.11.2005 von hhIst ja schön, dass die BILD (die ich hier nu bestimmt nicht verlinke) immer wieder was für das ganze Volk findet. Ich meine mich zu erinnern, dass der ganze Quatsch mit dem Volks-PC anfing, kann mich aber auch irren. Aber das war nur die Speerspitze des Unfugs, denn in den letzen zwei Jahren volkte folgte so viel Volks-Zeug, dass einem schlecht werden kann. Der ganz große Wurf war ja meines Erachtens die Volks-Zahnbürste, doch letztendlich muss darüber die Nachwelt respektive die Nach-BILD-Welt entscheiden.
Doch was kann da noch kommen? Worum wird uns das Fischeinwickel-Boulevard als nächstes locken? Volks-Musik? Volks-Sport? Volks-Vertreter für Staubsauger? Immerhin hält die deutsche Sprache ein paar tausend Hauptwörter parat, die allesamt anwendbar wären. wenn ich da mal was vorschlagen dürfte:
- Die Volks-Zigarette: Immer gut, wenn man eine danach, davor oder aber auch mittendrin benötigt. Jetzt mit nur ganz wenig Krebs, da ganz wenig Nikotin.
- Der Volks-Hund: Eine gelungene Mischung aus Dackel und Schäferhund, der sich sowohl von Haushaltsabfällen als auch von Bonsche ernährt, keinerlei Bewegung benötigt, und nur dann bellt, wenn der ausländische Nachbar komisch guckt.
- Das Volks-Volk: Nicht nur wahlberechtigt, sondern auch obrigkeitshörig und sehr konsumfreudig. Die Grundlage der Fortführung des Redaktionsbetriebes.
Da kommt noch was. Ganz bestimmt. Wir sind doch das Volk, oder?