Perfektion

Erstellt am 30.01.2009 von hilflos

Perfektion ist der sichere Weg ins Unglück.

Ich deute

Erstellt am 11.12.2008 von hilflos

Das Leben besteht aus:
50% Erfahrung, 25% Neugier, 66% Ablehnung, 0,1% Glück, 110% Familie, 30% Freundschaft und 900% Geschäftssinn, wovon man 99% auf die vorherigen aufteilen muss.

Ein Internetkonzept

Erstellt am 17.09.2008 von hilflos

Gestern hatte mir mal wieder ein “geniales Internetprojekt” präsentiert. Da fiel mir wieder dieses Zitag von Brecht ein:

Ja, mach nur einen Plan
sei nur ein großes Licht
und mach dann noch ‘nen zweiten Plan
gehn tun sie beide nicht.

Schön, dass Brecht mich dadurch zum Schmunzeln zwang. Schade, dass die “jungen Wilden” den Dramatiker nicht kennen.

Schon die Überschrift stimmt nicht, und trotzdem ist vieles dran: Wer in den vergangenen Monaten eifriger Leser von Spiegel Online war (die ich hier mal nicht verlinke, das ist mir zu blöd), der hat sicherlich gemerkt, dass es ein übergreifendes Thema gibt, das immer eine Top-Platzierung verdient hat: Die Weltwirtschaftskrise, bzw. jeden, der zur Zeit eine solche sehen möchte.

Liest man den Spiegel, bzw seine lange Zeit so gerühmte Online-Ausgabe, dann bekommt man den Eindruck, als stünde die Welt nicht nur am Abgrund, sondern sei bereits im freien Fall. Kein Morgen vergeht, an dem nicht die Topmeldung ein Schlagwort auftaucht, das den baldigen Untergang prophezeit: Krise (in jeder Spielart: Wirschaftskrise, Finanzkrise etc.), Untergang, Panik. Kein Morgen, an dem nicht ein Gestörter, äh, wichtiger Interviewpartner davon berichtet, dass er nun sein ganzes Leben umstellen wolle.

Gut, gestern ist der Ölpreis richtig in den Keller gegangen, die Aktienkurse nach oben, die Arbeitslosenquote sinkt seit Jahren und was macht der SPIEGEL? Erst mal “die Krise zum Krimi”, aber keine Meldung darüber.

Stellt sich mir die Frage: Was ist los beim SPIEGEL? Sind da nur noch die Krisenapologeten unterwegs? Warum der private Vorstoß in den Niedergang?

Zwei Antworten hätte ich im Angebot, beide miteinander verzahnt:
1. Krisen sind gut für die Klickrate. War schon früher so, wird auch in Zukunft so: Angst ist das, was Menschen umtreibt und antreibt. Angst vor der Zukunft ist schon immer eine starke Triebfeder gewesen, Sorgen macht sich schließlich jeder, und mit so einer “Krisen”-Serie hält man die Leser bei der Stange. “Was wohl morgen passiert?”, tja, Spiegel-Leser wissen mehr.

2. Der Spiegel hat ein SEO-Problem. Meiner Ansicht nach die wichtigste Triebfeder: Der Spiegel, lange Zeit der Liebling bei Google News, hat seit ein paar Monaten ein SEO-Problem. Die Welt, als Printausgabe eher mageres Futter, schafft es neuerdings immer wieder in die Höchstplatzierung. Die haben anscheinend einen guten SEO-Manager, auch wenn ich persönlich die Artikel nach wie vor schrecklich finde, das Layout inklusive.

Und was, wenn nun doch keine Krise kommt? Wir nicht alle auf der Straße leben müssen? Dann waren wir wenigstens gut gewarnt. Wird der Spiegel eigentlich irgendwo ein den Bundesschatzbriefen gesponsort? Wir werden es sehen.

Fehlt nur noch, dass nun auch der SPIEGEL, lange Zeit Googles Liebling, sich auch in einem Artikel über SEO ausweint, nur weil es derzeit nicht läuft. Dann bin ich nur noch am Lachen…

Das hier:

Jede Zelle meines Körpers ist glücklich

Erstellt am 20.06.2008 von hh

Ja, wer so etwas von sich behaupten kann, muss ein rundum glücklicher Mensch sein:

Rechtschreibfehler im FilmJa, klar gibt es im Internet 20.000 Seiten, auf denen kleinliche Spinner akribisch veranlagte Menschen gerne die Fehler in Filmen festhalten. Ich schau da ja meistens großzügig drüber hinweg oder aber bekomme nichts mit. Okay, eigentlich bekomme ich nix mit, weil es mir um den Rahmen geht und nicht eine Armbanduhr bei einem Schauspieler oder einen Rechts-/Links-Fehler.

Aber bei dem deutschen Spielfilm “Elementarteilchen” ist mir dann doch etwas aufgefallen. Michael, der ach so intelligente aber doch auch irgendwie autistische (na, das ist ja nun kein großer Widerspruch) der beiden Brüder führt Tagebuch. Und hier kommt der Klassiker unter allen Doofi-Rechtschreibfehlern drin vor, den NIE, ich wiederhole, NIE ein derart intelligenter Mensch bringen würde: Er schreibt “Standart”. Ja, mit T. Jemand, der die geschlechtslose Reproduktion standarTisieren will, schreibt so etwas nicht. Nein, das kann nur ein Praktikant gewesen sein. Und bei so etwas drehen sich mir die Fußnägel hoch: Warum guckt sich das denn keiner an, bevor es in die Kamera gehalten wird? Ist das allen scheißegal? Da muss sich halt der Herr Praktikant noch mal hinsetzen (”Das machst du gleich nochmal!”), und neu schreiben. Oder mit dem Tintenkiller dran.

So, und allen, die hier gleich wieder rumheulen, Legasthenie sei eine Krankheit, dem sei mit den Worten von Harry Rowohlt gesagt: “Legasthenie ist ein Modewort für etwas, das früher ganz anders hieß: Doof!”

“Deutschland, Deutschlaaaand!”. So schallte es mir gestern Abend entgegen, als ich nach dem unrühmlichen Sieg der deutschen Mannschaft nach Hause fahren wollte. “Toll, das die wissen, wer gewonnen hat”, war mein erster Gedanke. Als mir dann die ersten hupenden Autos entgegen kamen, bekam ich langsam Zweifel: Hatten die das gleiche Spiel gesehen oder war ich durch die Tür in ein Paralleluniversum getreten, in dem man mit brilliantem Fußball 5:0 gewonnen hatte? Nee, das war exakt das gleiche Spiel gewesen, nur eben als Fan geschaut.

Und das erklärt auch den Unterschied in der Sichtweise: “Fan” kommt von “Fanatiker”, und dem ist ja im Regelfall nicht mit gesundem Menschenverstand beizukommen. Das merke ich schon, wenn ich mit Werder-Fans im gleichen Zug sitze.

Aber die Fahnen und das Gebrülle eröffnen mir noch ein Tor zu einer ganz anderen Dimension: Die Autofahnen sind nichts anderes als die Sichtbarmachung des Geistes-Prekariats, welches sich durch alle Gesellschaftsschichten zieht. Mal im Ernst: Interessiert es irgendeinen Klose, ob hierzulande ein Fahnenmeer in Schwarz-Rot-Gold die Einfallstraßen blockiert? Nö, nicht die Bohne. Die spielen sogar noch schlechter als 2006, als die Fahnen gerade erst modern wurden.

Also zelebriert man gar nicht das Team, sondern mal wieder nur sich selbst. Die Zugehörigkeit zu einem Volk. Hurra. Wenn das, für das ich im Leben am wenigsten geleistet habe, mich mit dem größten Stolz erfüllt, dann ist mein Leben entweder leer wie der Enddarm eines Mastschweins, oder aber ich bin doof wie Brot. Eine Ausnahme lasse ich zu: Stolz, ein Deutscher zu sein, das dürfte bald jeder sein, der den Einbürgerungstest schafft. Aber der steht nicht aufrecht im 3er BMW.

Was am neuen iPhone 3G fehlt…

Erstellt am 10.06.2008 von hh

ist doch erschreckend viel. Denn so toll das Handy auch sein mag, im Troll-Forum von Heise wird schon wieder mit dem Nokia N95 verglichen, dass es eine wahre Freude ist. Also, wir halten fest, was fehlt:

- HSUPA (wer nutzt schon WLAN)
- Videotelefonie (ist ja allgemein ein bahnbrechendes Feature mit mindestens 20 Anwendern in Deutschland)
- MMS (auch so ein nutzbringendes Feature, das wir täglich nutzen. Oder?)
- eine Tastatur (willkommen im 21ten Jahrhundert)
- Wechselspeicher (wem reichen schon 8 bzw 16 Gigabyte)
- ein Milchaufschäumer (der fehlt aber echt)

Wie konnten die nur ein so unfertiges Handy produzieren? Das kauft doch niemand!

Sommerzeit: Mein Sommerhit 2008

Erstellt am 09.06.2008 von hh

Großartig: